Das Büro ist auch nur ein Werkzeug – über kollaboratives Arbeiten

Podcast zusammengedrücktes Papier auf gelben Hintergrund

Durch die Coronakrise haben wir Home Office neu kennengelernt. Moment! Damit wir direkt ein Missverständnis aus dem Weg räumen: Das, was viele (v.a. Eltern) aktuell zu Hause machen, hat nichts mit Home Office zu tun. Wir haben jedoch – und das kann eine ganz spannende Erkenntnis sein – festgestellt, dass ordentliches Arbeiten auch abseits der Einrichtung oder des Bürogebäudes geht. Aber ist das Büro, als analoger Ort, damit nutzlos geworden? Was brauche ich eigentlich, um nachhaltig zufrieden Kollaboration ortsunabhängig zu gestalten?

Corona hin oder her – es war schon vor der Pandemie nicht artgerecht, dass 200 Menschen morgens um 8 Uhr in einen Gebäudekomplex geschlurft sind und in kleinen Zellen ihre Arbeit verrichtet haben.

Zu Hause ist es am schönsten„, titelte jüngst die Zeit in einem Artikel, der eine spannende Übersicht ermöglicht. Was ist heute eigentlich Arbeitszeit und was Freizeit? Macht das überhaupt Sinn, diese beiden Bereiche voneinander zu trennen? Darüber werden wir sprechen müssen.

Das Büro bekommt Konkurrenz

Der digitale Klimawandel ermöglicht es uns, unsere Arbeit (ja, ich weiß, das gilt nicht für alle Berufe) mehr oder weniger ortsunabhängig zu gestalten. Zeiten in überfüllten Bahnen, statt zu Hause oder beim Sport. Schier end- und manchmal auch sinnlose Meetings, für die ich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein muss. Und das, obwohl ich mehr oder weniger nicht interagieren darf, sondern nur aufnehmen soll, was mir (meist ein*e Vorgesetzte*r) vermitteln will. Geht das nicht anders?

Seit Corona ist nicht alles anders. Aber vieles, was auch vorher nicht lief, ist nun offengelegt. Es wird an uns liegen, ob wir wieder die gleichen Fehler machen, oder Arbeiten endlich neu denken.

Wir haben eine nie dagewesene Chance produktiv örtlich unabhängig zu arbeiten. Das ist ein enormer Schatz. Grundsätzlich werden auf diese Weise die starren Unterscheidungen zwischen Arbeitszeit und Freizeit aufgehoben. Beides gehört zur Lebenszeit. Die aktuelle Situation ist für einen echten Wandel eine großartige Chance.

Tasse mit Laptop by  Chris Montgomery on unsplash

Wir können zusammen arbeiten, auch wenn wir nicht im selben Besprechungsraum sitzen

Es klingt erstmal nach einem Vorteil, wenn wir uns nicht mehr alle zeitgleich an einem Ort einfinden müssen, um zusammenzuarbeiten. Das schont unsere Umwelt, das schont unsere Lebenszeit, das schon unser soziales Leben. Es birgt aber auch Herausforderungen.

Wie kann also ortsunabhängiges Arbeiten im Team aussehen? Dafür habe ich mich mit Christian Müller getroffen. Christian ist Sozialpädagoge und Digitalexperte. Er leitet das Innovationslabor CariLab der Caritas in Essen. Darüber hinaus ist er bundesweit als Berater und digitaler Begleiter für Sozialunternehmen unterwegs. Von ihm wollte ich wissen:

  1. Was verändert sich, wenn Teams digital-vernetzt arbeiten?
  2. Welche Tools sind dafür wirklich relevant?
  3. Wie schaffen wir es, auch soziale Team-Prozesse digital abzubilden?

Hört im Podcast was wir dazu besprochen haben.

Das Büro ist auch nur ein Werkzeug. Es ist ein Trugschluss, dass Anwesenheit Produktivität bedeutet.

(Christian Müller)

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Benjamin Wockenfuß

Benjamin Wockenfuß ist Social Media Manager, Suchttherapeut und Kinderbuchautor. Für die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) leitet er das Bundesmodellprojekt DigiKids (www.digikids.online). Ein Medien-Chancen-und-Grenzen-Projekt für Kinder im Kindergarten. Benjamin Wockenfuß lebt mit seiner Frau und seinen drei Jungs in Bonn kurz vor´m Wald. Als Speaker, Berater und Dozent ist er bundesweit unterwegs.

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